Erfahrungsbericht Acala Quell Smart / Leitungswasser

Kurz vor Ostern 2017 haben wir uns einen Wasserfilter von Acala gekauft. Die Idee war, keine Glasflaschen mehr schleppen zu müssen, was immer mühsam war, da wir ohne Auto leben wollen. Wasser aus dem Hahn vertrauen wir nach einiger Recherche schon länger nicht mehr uneingeschränkt (Schwermetalle, Medikamentenreste, Pestizide, Nitrate, Bakterien). Da wir eine Niederdruckarmatur haben, kommen Filter, die man direkt an dem Hahn anschliesst und die den Leitungsdruck nutzen, nicht in Frage (hier muss man aufpassen, da es den Behälter schädigen kann). Mrs. FriedeFreude hatte früher einen solchen Filter von carbonit.

Nach ein wenig Internetsuche entschieden wir uns für den Anbieter Acala und deren Modell Acala Quell Smart. Es hat einen Glastank, was uns sehr gefallen hat, der 8 Liter fasst. Oben werden 4 Liter Wasser aus dem Hahn eingefüllt und dann dauert es einige Stunden, bis das Wasser durchgelaufen ist.

Man muss hier also ein wenig organisiert sein und jederzeit oben Wasser nachfüllen, damit der Tank nicht irgendwann aus Versehen leer ist. Dafür kommt er ohne Strom und Wasseranschluss aus, was super für die Wahl des Standortes ist.

Geschmacklich habe ich einen leichten Unterschied festgestellt, insbesondere wegen der Mineralsteine, die man in den Tank legen kann, um das Wasser “würziger“ zu machen. Es “trinkt sich“ sehr angenehm; Mrs. FriedeFreude empfindet es als geschmacklich weicher und hat ein besseres Gefühl beim Trinken (Leitungswasser musste sie sich, übertrieben gesagt, eher reinzwingen, das Acalawasser trinkt sie gern).
Neben den Mineralsteinen haben wir noch Rosenquarz und Bergkristall hineingelegt, wir werden dann mit der Menge und Kombination experimentieren.

Der Acala besteht aus einem zweistufigen Filtersystem (Angaben lt. Hersteller):

  1. der Vorfilter besteht aus hochporösem Keramik mit einer Porengröße von 0,2 bis 0,45 µm. Er filtert Sedimente aus den Leitungen, Rost, Sand, Staub, schädliche Keime, Bakterien und gröbere Verunreinigungen. Er soll etwa einmal pro Jahr getauscht werden.
  2. die Filterkartusche besteht aus 5 Kammern:
    a) Hochleistungs-Aktivkohle filtert schädliche Substanzen (Chemikalien wie Chlor, Giftstoffe, Bakterien)
    b) Zeolith filtert und bindet freie Radikale und trägt wesentlich zum Geschmack bei
    c) Alkalische Biokeramik gibt langsam Kalzium-Ionen ab. Das Wasser wird dadurch leicht alkalisch (basisch). Der Wirkung von Kalzium-Ionen im Wasser sagt man in Japan, Langlebigkeit als Wirkung nach.
    d) Turmalin Biokeramik hat eine „Katalysatorfunktion“ und verstärkt dadurch die energetischen Eigenschaften in der Kartusche.
    e) Quarzsand hat die Funktion eines Bachlaufs in der Natur. Das Wasser erhält seinen natürlichen Geschmack zurück.
    Die Kartusche soll alle 4 Monate ausgetauscht werden.

Insgesamt soll das System Stoffe wie Schwermetalle, Pestizide und sogar Nitrate herausfiltern. Zusätzlich kann man einen extra Kalkfilter einbauen. Wir haben uns dagegen entschieden, da unser Wasser nicht besonders hart ist und es weitere laufende Kosten mit sich bringen würde. Kalk ist generell auch nicht ungesund. Nach den Rückständen im Wasserkocher zu urteilen, wird Kalk auch so schon herausgefiltert.

Auf der Seite des Herstellers findet man einen Labor Test der Kartusche: hier

Kosten:

wir haben vor der Anschaffung eine grobe Überschlagsrechnung der laufenden Kosten pro Jahr gemacht:

– Gekauftes Mineralwasser aus der Flasche: 3 Kisten pro 2 Wochen, 2,29 € pro Kiste (natürlich ohne Pfand gerechnet). Das sind pro Jahr ca. 179 €.

– Acala Filtersystem: ein Keramik-Vorfilter kostet 27,80 € und die Kartusche (wenn man sie im großen Paket kauft) 30,54 €. Dazu Steine. Das sind pro Jahr ca. 129 €.

Mit gesparten 50 € pro Jahr dauert es zwar ein paar Jahre, bis sich der Anschaffungspreis von ca. 450 € (399 € für das Gerät, 29 € für die Gravur der Blume des Lebens, 23 € für den Lichtschutz) rentiert hat. Ein großes Argument war für uns jedoch, dass wir mit dem Acala auch „gutes“ Wasser verwenden können für Tätigkeiten, für die wir sonst Leitungswasser genommen haben: kochen und backen, Sprossen wässern, Pflanzen giessen (solche, die wir ernten und essen) und (selten) Eiswürfel machen. Mit gekauftem Wasser aus Kisten macht man das ja eher nicht und falls doch, wäre der Unterschied der Kosten wesentlich höher. Wenn man der Empfehlung des Herstellers folgt und täglich mindestens 6 Liter Wasser filtert (das soll für die Kartusche am besten sein), so käme man pro Jahr mit Glasflaschen sogar auf knapp 600 €.

Experiment:

Im Internet haben wir gesehen, dass jemand ein kleines Experiment durchgeführt hat: ein Stängel Basilikum wird dabei jeweils in Wasser gestellt, einmal Leitungswasser, einmal gefiltertes Wasser. Nach ein paar Tagen vergleicht man den Zustand des Basilikum, insbesondere die Bildung der Wurzeln. Da der Unterschied so groß war, wollten wir das Experiment selbst mit unserem Acala Filter durchführen. Und siehe da, der Unterschied war gewaltig. Während der Basilikum im gefilterten Wasser Wurzeln ausgebildet hat (zuerst kam diese einzelne sehr lange Wurzel und dann viele Weitere), ist das untere Ende des Stängels im Leistungswasser nach und nach brauner geworden. Am Ende kamen leichte Ansätze von Wurzeln, die dann aber auch direkt braun geworden sind. Siehe Fotos, in den nächsten Tagen werde ich die schlechten Smartphone-Fotos austauschen, wir haben welche mit Spiegelreflexkamera gemacht.

Wir haben uns noch für eine Erweiterung des Experiments entschlossen, einen 6-fach Test mit:

  • Leitungswasser
  • Acala gefiltertes Wasser
  • günstiges Mineralwasser aus der Flasche (Alstertaler)
  • teures Mineralwasser aus der Flasche (Lauretana)
  • Abgekochtes Leitungswasser
  • Wasser, das in einer mit effektiven Mikro-Organismen gebrannten Keramikkanne stand (EM)

Wir sind sehr gespannt und werden natürlich berichten! Dann werden wir das Experiment auch von Anfang an mit Fotos begleiten.

Der Vollständigkeit halber sei noch gesagt, dass es ein paar umstrittene Thesen zum Thema Wasser gibt, die ich hier erstmal noch nicht weiter kommentieren will (Schlagwörter PI-Technologie, Kristallfotografie nach Masaru Emoto, Botschaften des Wassers). Vielleicht werden wir mal das Reis-Experiment durchführen und dann davon berichten.

Ich hoffe ein gutes Bild vom Acala Wasserfilter vermittelt zu haben. Wir sind davon überzeugt, dass wir uns mit dem Kauf etwas Gutes getan haben.

Wir wollen natürlich niemanden überreden, einen Wasserfilter zu kaufen, möchten aber darauf hinweisen:

  • wer weiterhin Leitungswasser trinken will, sollte sich gut (und ausgeglichen) über die Qualität von Leitungswasser informieren. Man liest oft, dass das Leitungswasser in Deutschland sehr gut ist. Ob diese Aussage nur im Vergleich zu anderen Ländern richtig ist oder absolut, ist eine nicht leicht zu beantwortende Frage. Grenzwerte sind eben immer subjektiv festgeschriebene Werte und für viele Medikamentenrückstände gibt es z.B. keine Tests. Dazu kommt, dass die Qualität von Leitungswasser nur bis zum Grundstück kontrolliert wird. Der Einfluss der Leitungen im Haus wird da schnell außer Acht gelassen / nie kontrolliert.
  • wer weiterhin Flaschenwasser trinken will, sollte genau darauf achten, welche Marke er kauft und welcher Konzern dahinter steckt. Sich über die Aktivitäten von Nestle bezüglich Wasser in Afrika zu informieren, ist m.E. sehr wichtig, da hier große Ungerechtigkeiten Teil des Geschäftsmodells sind. Leider sind inzwischen sehr viele Wasserflaschen, die man im Laden kaufen kann von Nestle, von teuren Marken wie Fürst Bismarck, Vittel, S. Pellegrino, Perrier, PureLife, Aquarel über die Günstigsten (Frische Brise, 1,99 € pro Kasten. Oben habe ich mit 2,29 € pro Kasten (Alstertaler) gerechnet, weil Nestle für uns nicht in Frage kommt).

Love & Peace,
Mr. FriedeFreude
P.S. wir haben keine Verbindung zum Hersteller und keinen Vorteil davon, über deren Filter zu berichten.

 

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