Erfahrungsbericht: BarfussSchuhe (Leguano)

Heute mal ein sommerlicher Erfahrungsbericht: es geht um BarfussSchuhe, in unserem Fall von Leguano.

 

Ohne Frage sind Schuhe eine wichtige Erfindung der Menschheit, ermöglichten sie es unseren Vorgängern immerhin, sich auf fast jedem Terrain und über einen langen Zeitraum zu bewegen. Heutzutage aber, in einer Welt der Infrastruktur lebend, bewegt man sich hauptsächlich auf Asphalt, Gehwegplatten, Steinen oder ausgetretenen, flachen Pfaden. Daher suchte ich nach einer Möglichkeit, mich wieder freier zu bewegen als mit in starren Schuhen eingesperrten Füßen.

 

Selten sieht man ja Menschen tatsächlich barfuss gehen, aber das kommt für uns aus praktischen Gründen nicht in Frage. „Back to the roots“ mit dem Komfort heutiger Zeit, ist die Idee. Auf einer veganen Messe habe ich mich daher für die BarfussSchuhe von Leguano entschieden. Es gibt verschiedene Modelle (siehe Bilder: eine Art Socke mit Sohle und eine Art Segel-Schuhe, weitere Modelle siehe Homepage, aber alle haben die flexible Sohle gemeinsam (siehe Foto).

 

 

Das Tragegefühl finde ich überragend. Wenn man nie BarfussSchuhe getragen hat und wie die meisten Menschen nicht oft barfuss geht, kann man sich nicht vorstellen, welche Auswirkungen das nicht nur auf den Gang, sondern auf das Lebensgefühl hat. Ich fühle mich beim Spazieren gehen viel natürlicher und freier, man könnte fast sagen: wie früher als Kind. Das ist eine wundervolle Erfahrung, die ich jedem nicht nur empfehlen, sondern tatsächlich ans Herz legen möchte, der sensibel für sein Körperempfinden ist. Den Gang empfinde ich als sicher, also keine Gefahr zu rutschen oder umzuknicken.

 

Auch im zweiten Sommer machen sie mir viel Freude. Im Winter trage ich sie eher nicht, da sie nicht wasserfest und eher dünn sind, es gibt jedoch eine Thermo-Version. Interessant finde ich, dass man nach einem Spaziergang ab etwa einer halben Stunde am nächsten Tag Muskeln im Bein spürt, von deren Existenz man bisher nicht wusste. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass man beim Gehen jederzeit kleinste Unebenheiten, die man mit der dünnen, flexiblen Sohle wieder spürt, unbewusst ausgleicht.

 

Viel mehr als eine Fussmassage merkt man jedoch von den Unebenheiten nicht, wenn man nicht gerade über viele größere, spitze Steine läuft. Ein Waldweg auf Mallorca war in der Hinsicht eine ziemliche Herausforderung, aber normalerweise kann man sich sehr gut schmerzfrei bewegen. Dazu kommt, das man angenehm leise geht.

 

Trotzdem kann es Sinn machen, sich langsam an das dauerhafte Tragen zu gewöhnen. Nachdem ich mit Mrs. FriedeFreude am Wochenende 6 Stunde (beide mit Leguanos) spazieren war, tat ihr eine Woche lang der rechte Fuss weh. Da es den linken Fuss nicht betrifft, kann es auch Zufall sein, aber ich denke es macht Sinn, sich langsam daran zu gewöhnen.

 

Die Marke Leguano haben wir gewählt, weil sie eine Art Marktführer sind und uns die Schuhe einfach gefallen haben (und sie gerade zur richtigen Zeit auf der Messe waren). Es gibt deutlich günstigere Alternativen, über die ich nicht sagen kann, ob sie den gleichen wundervollen Effekt haben. Ich vermute aber, dass jeder Schuh mit flexibler, dünner Sohle einen ähnlichen Effekt haben dürfte, so dass neben dem Preis auch optische Kriterien eine Rolle spielen können. Leguanos sind übrigens Made in Germany.

 

Minuspunkte kann ich höchstens dafür vergeben, dass die Schuhe aus Plastik+Viskose sind, ich vermute aber, dass es kaum anders produzierbar ist, und, dass sich bei den weißen Schuhen innen der Stoff gelöst hat, so dass ich jetzt eine Einlagesohle drin habe.

 

Auf der Homepage (https://www.leguano.eu) kann man sich die Modelle und Preise ansehen, es gibt eine gute FAQ und interessante Dinge zu erfahren (z.B. über das Joggen in BarfussSchuhen).

 

Love & Peace,
Mr. FriedeFreude
P.S. wir haben keine Verbindung zum Hersteller und keinen Vorteil davon, über deren Schuhe zu berichten.

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